Meine sportliche Vergangenheit

Meine sportliche Vergangenheit

In letzter Zeit habe ich oft die Frage gestellt bekommen, wie ich denn zum Krafttraining kam. Das lässt sich gar nicht so einfach beantworten, daher will ich euch heute einen Einblick in meine sportliche Vergangenheit geben. In unserer Familie wurde Sport schon immer sehr groß geschrieben. Meine Brüder entdeckten früh die Liebe zum Fußball, wobei sie nicht wirklich eine Wahl hatten 😉 Doch ich konnte mich nie lange mit nur einer Sportart beschäftigen, da mir sehr schnell langweilig wird. Deshalb war ich schon in einigen Vereinen Mitglied und werde es bestimmt auch in Zukunft noch werden.

Angefangen hat alles mit Ski fahren. Schon mit 2 Jahren stand ich das erste Mal auf den Skiern und es hat sich gezeigt was für ein enormes Talent ich besitze. Meiner Altersklasse war ich immer weit voraus und schaffte es in den nächsten Jahren stets den ersten Platz zu belegen, auch wenn meine Mitstreiter bis zu 6 Jahren älter waren. Als es darum ging in einer anderen Liga zu spielen machte es mir schon keinen Spaß mehr und ich flehte meine Eltern an auf ein Snowboard umsteigen zu dürfen. Inzwischen fahre ich seit 10 Jahren auf dem Board und liebe vor allem die Möglichkeiten des Freestyles. Meist leihe ich mir auch einen Tag im Urlaub ein Paar Skier und mache die Pisten unsicher 😉

Da Ski fahren doch sehr saisonabhängig war, habe ich natürlich auch was für die „normalen“ Monate benötigt. Zunächst fand ich Fußball total spannend, besonders die Zeit als ich mit meinem kleineren Bruder in einer Mannschaft spielen konnte. Weil Fußball doch ein relativ männerlastiger Sport ist, musste auch noch etwas mädchenhafteres sein, hier habe ich mit 7 Jahren die Liebe zu Karneval und der Garde entdeckt. Bis zum Gymnasium habe ich leidenschaftlich als Funkenmarie getanzt und die Zuschauer mit meinen Flic Flacs und Tänzen begeistert. Ich war so gelenkig, dass meine Mutter öfters gezweifelt hat ob ich überhaupt Knochen besitze, daher war es nicht verwunderlich, dass ich auch in den Schautänzen immer die Hauptrolle tanzen durfte.

leider nur dieses Bild gefunden 🙁

Später wurde mir das Training aber zu viel und ich hasste es dort 4x die Woche hinzufahren und beschloss etwas Neues zu probieren. Zu dieser Zeit spielte mein Bruder Tennis und ich fing ebenfalls damit an. Hier hat es mir aber sehr schnell keinen Spaß mehr gemacht, wobei ich auch kein so riesiges Talent wie in den bisherigen Sportarten hatte, vielleicht lag es daran. Deshalb ging ich zu Volleyball über. Das habe ich sogar fast 4 Jahre lang ausgehalten. Dann wurde die Spreu vom Weizen getrennt, ich hätte aufgrund meiner Begabung mit dem Bundesliga-Team trainieren müssen (also 5x die Woche Training) und das war mir dann doch zu viel.

Also wurde wieder etwas Neues gesucht 😉 Mittlerweile vermisste ich die Garde und wollte wieder etwas mit Turnen und Tanzen finden. Durch Zufall entdeckte ich die Cheerleading-Squad bei uns im Ort. Das Team war wahninnig toll und es hat mir richtig viel Spaß gemacht, doch leider war ich bald zu alt für die Junioren und musste den Verein wechseln, um ein Erwachsenen-Team zu finden. Weil mir aber nur das Training, Tanzen und Turnen Spaß machte und ich von den „Cheers“ und dem typischen Anfeuern mit Pompoms nur wenig gehalten habe, habe ich nach 3 Jahren schon wieder das Interesse verloren.

Mittlerweile hatte ich das Abitur hinter mir und machte mein duales Studium zu Gesundheitsmanagerin. Hierbei arbeitete ich in einem Gesundheitszentrum und lernte erstmalig ein Fitnessstudio kennen. Komischerweise hat mich die Liebe zum Kraftsport aber erst nach meinem Bachelor gepackt, als mich mein Bruder mal bei uns zu Cleverfit mitgeschleppt hat. Das ist mittlerweile ca. 3 Jahre her und ich habe wirklich wahnsinnig viel Zeit im Fitnessstudio verbracht, einiges dazugelernt und richtig tolle Menschen kennengelernt.

Hier habe ich zum Beispiel versucht mich Chantal Klimmzüge zu machen – immerhin das Hängen hat funktioniert 😉

Wie ihr aber sicherlich schon bemerkt habt, bin ich nicht mehr so viel im Fitnessstudio. Meist gehe ich nur 2-3 Mal die Woche, weil mir inzwischen das Laufen viel mehr Spaß macht. Mein Leben lang habe ich joggen gehasst, niemals hätte ich gedacht, dass ich jemals gerne laufen gehen werde – geschweige denn mich auf meinen ersten Halbmarathon vorbereite! Ich liebe es wie die Gedanken frei werden, wenn man anfängt zu laufen. Wenn plötzlich alles um einen herum verschwindet, wenn nichts mehr wichtig ist und du dich nur auf dich und deine Füße konzentrierst.

Ihr seht, ich habe wirklich schon einiges durchgemacht und einige Sportarten wie Leichtathletik, Hockey, Schwimmen und Kunstturnen habe ich noch nicht mal erwähnt, da dies einfach den Rahmen sprengen würde. Ich weiß nicht, wieso mir nach einiger Zeit immer die Lust am Sport vergeht, ich scheine die Abwechslung einfach zu brauchen.

Geht es vielleicht dem ein oder anderem von euch auch so? Oder macht ihr schon seit Jahren die selbe Sportart? Würde mich wirklich mal interessieren! 🙂

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