Nationalparks in den USA

Nationalparks in den USA

Auf unserer 1-monatigen Rundreise in den USA dürfen natürlich auch die berühmten Nationalparks nicht fehlen. Welche wir alle besucht haben und mit welchen Kosten ihr rechnen müsst, erfahrt ihr hier.

Kleiner Tipp vorneweg: es gibt einen annual Season-Pass für sämtliche Nationalparks. Dieser berechtigt euch zum Eintritt in alle Parks und kostet 80$. Je nachdem wie viele Parks auf eurer to-do-Liste stehen, lohnt sich das auf jeden Fall!

Grand Canyon (Arizona)

Angefangen haben wir natürlich mit dem Grand Canyon und zwar am South Rim. Von Los Angeles aus sind wir mit einem Zwischenstopp in Kingman (dort gibt es eine wundervolle Ranch zum Übernachten!) dorthin gefahren. Der Nationalpark ist wirklich riesig! Wir sind alleine vom Eingang bis zum ersten Aussichtspunkt nochmal knapp 90 Minuten gefahren! Der Eintritt kostet hier für 1-7 Tage 30$ plus 18$ Camping (pro Nacht). Den Campingplatz solltet ihr aber unbedingt schon von zu hause aus reservieren und zwar rechtzeitig, da es wirklich nur begrenzte Plätze gibt. Wir wollten 2 Monate vor unserer Reise reservieren und da war schon alles besetzt! Vor Ort gilt dann das first come – first serve Prinzip, man kann also Glück haben. Wir haben allerdings nur für eine Nacht einen Platz bekommen, obwohl wir länger bleiben wollten. Da es aber natürlich ausgerechnet dann Unwetter gab, mussten wir im Auto übernachten und auch die Trail-Tour am nächsten Tag vergessen. Deshalb war es für uns nun nicht schlimm 🙂

Am Grand Canyon gibt es einige coole Aussichtspunkte im „Village“, dort starten auch die ganzen Trails.

Weiter ging es für uns dann durch den Nationalpark in Richtung Page. Hier haben wir uns kurzfristig ein Hotel genommen, weil es auch hier noch Gewitter gab.

Horseshoe Bend

Wenn ihr vom GC aus kommt, fahrt ihr auch schon direkt am Horseshoe Bend vorbei. Dort könnt ihr auf einem kostenlosen Parkplatz euer Auto abstellen und dann auf einem Wanderweg (ca. 30 Minuten) bis nach vorne zu den Klippen laufen – der Ausblick ist atemberaubend!

Nicht weit entfernt kommt ihr auch schon zum berüchtigten Lake Powell. Dort haben wir eher zufällig unseren nächsten Nationalpark entdeckt.

Lone Rock (Utah)

Der künstlich angelegte See ist von Page aus gerade mal 17 Meilen entfernt und jede Reise wert. Hier bezahlt ihr für 1-7 Tage 25$ Eintritt und könntet auch dort campen.

Der See ist riesig (man könnte auch Boot fahren) und hat einen meilenweiten Sandstrand. Auf dem Weg ins Wasser sind keine lästigen Steinchen oder Viecher im Weg welche einem die Fußsohlen zerkratzen, nur jede Menge Sand. Das Wasser ist total klar und wunderbar erfrischend. Und der Lone Rock ist auch ein echter Hingucker.

Antelope Canyon (Arizona)

In Page könnt ihr auch am Lake Powell Blvd Touren durch den Antelope Canyon buchen. Diese sind oft aufgrund der begrenzten Plätze ausgebucht, daher empfehle ich euch die Tour bereits von daheim zu buchen. Der Canyon ist zwar ziemlich schön, ich würde die Tour aber nicht mehr machen. Es ist total überfüllt und man kann sich nicht frei bewegen, dafür sind 100 $ zu zweit echt viel.

Weiter ging es für uns dann in Richtung Las Vegas (von Page aus ca. 5 Stunden), eigentlich hätten wir gerne unterwegs den Stopp im nächsten State Park gemacht, aber bei Nacht war das dann doch nicht so geschickt 😉

Valley of Fire (Nevada)

Also ging es für uns von Vegas aus nochmal zurück zum Valley of Fire. Hier zahlt ihr 10$ Eintritt unabhängig vom Pass, da es sich nur um einen State Park handelt. Die Canyons sind hier teilweise wirklich feuerrot und tragen ihren Namen zurecht. Im Park hat es einige sehr schöne Aussichtspunkte und auch schöne Wanderwege, allerdings haben wir davon keinen gemacht. Bei uns hatte es morgens schon 44°C und da bleibt man dann doch lieber auf der Stelle 😀

Das tolle ist, dass ihr von hier aus auch direkt zum nächsten Nationalpark kommt und eine andere Strecke zurück nach Vegas fahren könnt.

Lake Mead Nationalpark und Hoover Dam (Nevada)

Hier würde der Eintritt 20$ kosten, ist aber im Pass wieder mit dabei. Der Park ist wirklich riesig und man kommt an einigen schönen Flecken vorbei. Am Lake Mead Village, Vegas Bay und einigen anderen Punkten gibt es auch schöne Strände mit Zugang zum See. Wobei dieser nicht ganz so erfrischend ist, sondern mehr an die Badewanne erinnert (aber wie gesagt wir hatten hier immer über 40°C). Also perfekt für einen Tagesausflug!

Außerdem könnt ihr hier auch immer weiterfahren bis ihr zum berüchtigten Hoover Dam kommt, der ist wirklich atemberaubend! Es ist unglaublich wie man auf der einen Seite nur Stahl und Beton sieht, während sich auf der anderen Seite das Wasser nur so staut. Ihr könnt hier auch schöne Bootstouren machen oder eine Wanderung über die Memorial Bridge (die ist aber wirklich verdammt hoch, ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie hoch die ist! Wir haben es dann selbstverständlich nicht gemacht, weil ich a) viel zu viel Höhenangst habe und b) ich bei 44°C nicht auch noch den Berg davor hochsteigen wollte).

Death Valley (Nevada, Kalifornien)

Was bei uns natürlich auch nicht fehlen durfte war Death Valley. Allerdings sind wir von Vegas aus in die falsche Richtung gestartet und haben die Salzwüste um 100km verfehlt. Und bei 50 Grad wollten wir den ganzen Weg nicht nochmal zurückfahren (man durfte nämlich nicht mal die Klimaanlage im Auto anmachen wegen Überhitzungs-Risiken), deshalb waren wir nur an den Sanddünen. War trotzdem schön 😀

Yosemite (Kalifornien)

Unseren sechsten und letzten Nationalpark haben wir nach einem kleinen Zwischenstopp in Bakersfield besucht. Die Fahrt nach Yosemite war dann alles andere als schön. Aufgrund von mehreren Waldbränden war nämlich unser Highway gesperrt und wir mussten einen 3-stündigen Umweg fahren (yay). Auch im Nationalpark selbst waren dann so gut wie alle Sehenswürdigkeiten und Trails gesperrt. Deshalb mussten wir unser Programm stark umplanen. Am ersten Tag gab es dann einfach eine Umgebungs-Erkundung, ein historisches Museum und Baden im Fluss.

Am zweiten Tag sind wir zum Yosemite Village (Zentrum) gefahren. Diese Fahrt war echt heftig, man hat kaum 5m weit gesehen, weil die komplette Luft nur Rauch war! Im Village unten ging es dann zum Glück. Wir haben uns für einen Trail zu einem Wasserfall entschieden und sind dort dann auch spontan über die Felsen geklettert und bis zur Einmündung des Wasserfalls gekommen. Nachdem wir ein älteres Pärchen dort haben schwimmen sehen, hatten wir das Gefühl nachziehen zu müssen – auch wenn es uns einiges an Überwindung gekostet hat 😀 Das Wasser hatte gerade mal 15 Grad! Trotzdem haben wir einige Bahnen gezogen und uns dann auf den Felsen aufgewärmt.

Nachmittags gab es für uns noch eine Rafting-Tour, wobei hier der Name alles andere als gerechtfertigt ist. Auf der Website waren echte Raftingboote abgebildet, vor Ort waren es dann aber nur Paddel-Boote – zuerst etwas dumm geschaut, aber wir haben das Beste daraus gemacht und es war auch so echt schön durch den Fluss zu paddeln.

Habt ihr noch Fragen zu irgendwelchen Parks? Oder vielleicht Empfehlungen für unsere nächste USA-Reise?

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